Ohne Strom geht nichts.
Mit der richtigen Batterie geht mehr.
Licht, Wasserpumpe, Kühlschrank, Handy laden: Strom gehört zum Campingalltag. Aber ständig auf die Batterieanzeige schauen? Darauf können wir gut verzichten.
«Ich will mir keine Gedanken über Strom machen. Ich will campen!»
Verstehen wir bestens. Deshalb schauen wir gemeinsam, welche Batterie zu deinem Camper und deiner Art zu reisen passt.
Blei, AGM, Gel oder Lithium – was steckt dahinter?
Gel, AGM und Spiral-AGM gehören alle zur Familie der Bleibatterien. Sie unterscheiden sich im Aufbau und darin, wie sie Energie aufnehmen und abgeben.
Bei Gel-Batterien ist die Batteriesäure in einem Gel gebunden, bei AGM-Batterien in einem Glasfaservlies. Spiral-AGM ist eine besondere AGM-Bauform mit spiralförmig gewickelten Bleiplatten.
Bei modernen Lithium-Aufbaubatterien kommt meistens Lithium-Eisenphosphat, kurz LiFePO4, zum Einsatz. Diese Batterien bieten viel nutzbare Energie bei vergleichsweise wenig Gewicht.
| Batterietyp | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Blei-Nassbatterie | Günstige Anschaffung und bewährte Technik. | Hohes Gewicht. Je nach Bauart ist Wartung nötig. Entlüftung beachten. Häufige tiefe Entladung verkürzt die Lebensdauer. |
| Gel | Wartungsarm und gut für eine gleichmässige Stromversorgung im Campingalltag geeignet. | Hohes Gewicht. Passende Ladeeinstellungen sind wichtig. Für sehr hohe Ströme weniger geeignet. |
| AGM | Wartungsarm, vielseitig und auch für hohe Stromabgabe geeignet. | Hohes Gewicht und begrenzte sinnvoll nutzbare Kapazität. Bei hohen Lasten sinkt die verfügbare Kapazität. |
| Spiral-AGM | Robuste, vibrationsfeste Bauweise und hohe Stromabgabe. | Häufig teurer als herkömmliche AGM. Hohes Gewicht pro nutzbarer Energiemenge. Nicht jedes Modell eignet sich als Aufbaubatterie. |
| Lithium / LiFePO₄ | Geringes Gewicht, viel nutzbare Energie, stabile Spannung und hohe Zyklenfestigkeit. Schnelle Ladung bei passendem Ladesystem. | Höherer Anschaffungspreis. Ladeanlage und Schutzsystem müssen passen. Laden bei Kälte erfordert geeigneten Schutz oder eine integrierte Heizung. |
Kleine Veränderung. Deutlich mehr Energie.
In vielen Campern treffen wir auf eine 95-Ah-AGM-Aufbaubatterie. Für eine schonende Nutzung rechnen wir bei einer herkömmlichen AGM mit ungefähr der Hälfte der Nennkapazität. Eine Lithiumbatterie lässt sich deutlich weiter entladen.
Ein Beispiel mit 90 % nutzbarer Kapazität bei Lithium:
AGM · 95 Ah
- Nennspannung
- 12 V
- Nennkapazität
- 95 Ah
- Angenommener nutzbarer Anteil
- 50 % – für eine schonende Nutzung
Rechnerisch nutzbare Energie ca. 570 Wh
Lithium / LiFePO₄ · 100 Ah
- Nennspannung
- 12,8 V
- Nennkapazität
- 100 Ah
- Angenommener nutzbarer Anteil
- 90 % – als Grundlage dieses Vergleichs
Rechnerisch nutzbare Energie ca. 1’150 Wh
Das bedeutet rund 100 % mehr nutzbare Energie – bei fast gleicher Ah-Angabe! Je nach gewählten Modellen sparst du beim Austausch zusätzlich etwa 16 kg Gewicht. Gerade im Camper zählt schliesslich jedes Kilo.
PS: Die Werte sind ein Rechenbeispiel. Tatsächlich verfügbare Energie und Gewicht hängen unter anderem von Batteriemodell, Zustand, Temperatur und Belastung ab.
Unsere häufige Lösung: 300 Ah unter dem Fahrersitz
Heute verbauen wir häufig eine 300-Ah-Lithiumbatterie unter dem Fahrersitz, sofern Fahrzeug und Einbauraum dafür geeignet sind. Viel Energiereserve, platzsparend untergebracht und auf deinen Bedarf abgestimmt.
Denn eine grosse Batterie allein macht noch kein gutes Stromsystem. Sie muss auch wieder geladen werden. Deshalb prüfen wir Ladegerät, Solaranlage, Ladung während der Fahrt, Verkabelung und Absicherung gleich mit.
Auch beim Wechsel von AGM zu Lithium schauen wir zuerst hin: Passt alles zusammen, wird aus dem Batterietausch ein sinnvoller Gewinn an Campingfreiheit.
Neu bei uns: Natrium-Starterbatterien
Auch für den Motorstart haben wir jetzt eine neue Lösung: Starterbatterien auf Natrium-Ionen-Basis.
Die Aufbaubatterie versorgt deinen Campingalltag. Die Starterbatterie sorgt dafür, dass dein Motor anspringt. Dafür braucht es vor allem eines: zuverlässig hohe Startleistung – auch an kalten Tagen.
Natrium-Starterbatterien sind besonders für ihren Einsatz bei tiefen Temperaturen interessant. Geeignete Modelle können auch bei Minusgraden geladen werden. Damit entfällt die bei vielen unbeheizten LiFePO₄-Batterien nötige Ladesperre bei niedrigen Temperaturen. Welche Temperaturbereiche und Startleistungen gelten, prüfen wir anhand des jeweiligen Modells.
Und besonders praktisch: Bei den von uns angebotenen Modellen kannst du die verfügbaren Batteriedaten bequem per App einsehen. So behältst du auch deine Starterbatterie im Blick.
Ob die Batterie zu deinem Fahrzeug und dessen Ladesystem passt, klären wir vor dem Einbau.

